Szene von Nathaniel Brown

Trainer der Elfenbeinküste wirft DFB-Team mangelndes Fairplay vor

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21.06.2026 | 12:44 Uhr
Nach der 1:2-Niederlage gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist der ivorische Trainer Emerse Faé mit dem Verhalten des DFB-Teams unzufrieden. Es geht dabei vor allem um eine Szene mit Verteidiger Nathaniel Brown.

Emerse Faé war sauer. Nicht nur über die unglückliche 1:2 (1:0)-Niederlage der Elfenbeinküste gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM, sondern auch über das Verhalten des Gegners. "Glückwunsch an Deutschland zum Sieg. Von so einer großen Nation, an der wir uns ein Beispiel nehmen, erwarte ich aber mehr Fairplay", sagte der Coach der Ivorer und betonte: "Ich bin enttäuscht."

Der Hintergrund seiner Kritik? Der 42-Jährige hatte am Spielfeldrand eine Auseinandersetzung mit Mitgliedern des deutschen Stabs und lieferte sich ein Wortgefecht mit Verteidiger Nathaniel Brown. Er warf dem Frankfurter vor, eine Verletzung von Wilfried Singo missachtet zu haben, als er mit einem Einwurf einen Angriff einleitete, anstatt den Ball dem Gegner zuzuwerfen.

"Ich habe ihm gesagt, er solle demütig bleiben", erklärte Faé. "Er hat großartig gespielt und es nicht nötig, schlecht mit uns zu reden, nur, weil er gewinnen will."

"Haben Schicksal selbst in den Beinen"

Insgesamt habe Faé aber ein "hochklassiges Spiel" gesehen. Dass sein Team die Führung nicht ausbauen konnte, rächte sich schmerzhaft. "Leider haben wir nicht das 2:0 gemacht, das ist schade. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht, die Details waren entscheidend. Man hat auch den Unterschied bei der Erfahrung gesehen. Wenn man gegen große Mannschaften spielt, ist man nie geschützt, dass man ein Gegentor bekommt."

Die Elfenbeinküste zittert nach der Niederlage noch um das erstmalige Weiterkommen bei der vierten WM-Teilnahme. Ein Unentschieden gegen Außenseiter Curacao wäre aber bereits gleichbedeutend mit dem Einzug ins Sechzehntelfinale. "Wir haben unser Schicksal selbst in den Beinen", sagte Faé. Stürmer Amad Diallo betonte: "Wir wollen Geschichte schreiben." Ganz fair.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/sid